Die arabische Prinzessin oder das wiedergeschenkte Leben nach Musik von Juan Chrisostomo de Arriaga

 

Die Uraufführung der Oper "die arabische Prinzessin oder das wiedergeschenkte Leben" fand im Juli 2009 im Cultural Palace in Ramallah statt.

Es war die erste Opernproduktion in Palästina.

Die Gesangssolisten waren die palästinensischen Solisten Enas Massalha und Marwan Shamiyeh, die Regie führte Francois Abu Salem gemeinsam mit Paula Fünfeck. Es sangen Kinderchöre aus Ramallah und Umgebung, es spielte das Jugendorchester der Barenboim-Said Foundation unter der Leitung von Anna-Sophie Brüning.

Wir haben uns entschlossen, für dieses erste Opernprojekt der Barenboim-Said Foundation zwar ein Libretto in Auftrag zu geben, aber keine neue Komposition – bei einem einjährigen Vorlauf wäre die Zeit dazu zu knapp gewesen –, sondern auf bereits existierende Musik des spanischen Komponisten J. C. de Arriaga (1806–1826) zurückzugreifen und aus einigen seiner Werke ein Opernpasticcio zusammenzustellen. In dieses haben wir traditionelle arabische Musik integriert, gespielt von Musikern aus der Region. Die Musik des mit 19 Jahren verstorbenen, gerne als „spanischer Mozart“ bezeichneten Arriaga ist besonders unter Streichern wegen seiner herrlichen Quartette geschätzt. Weniger bekannt ist seine Sinfonie und gänzlich ungespielt sind seine Gesangsszenen, Chorstücke und kleinen Gelegenheitskompositionen, die bis in die jüngste Zeit nur als Autographe zur Verfügung standen und die wir für diese Oper eingerichtet haben. Die Fundación Vizcaina Aguirre hat uns hierbei großzügig unterstützt. Arriagas Musik eignet sich für junge Menschen hervorragend. Sie ist – gleich der Mozarts – für Jugendliche wie für Erwachsene unmittelbar zugänglich und leicht faßlich, dabei aber von höchstem Niveau. Mit Arriaga kam darüber hinaus die so wichtige spanische Komponente in unser Projekt. Auch wenn aus späterer Epoche stammend, symbolisiert sie doch das Land, in dem bis zum Ende des 15. Jahrhunderts die drei monotheistischen Religionen friedlich und im Dialog nebeneinander existierten. Ein Dialog, der heute dringender denn je gefordert ist, und zu dem wir mit unserem Projekt beitragen wollten.


Die Uraufführung des Werks erfolgte unter dem Titel Die Sultana von Cádiz.

Es wurde vollständig von Mohammad Abu Seid ins arabische übertragen und in arabischer Sprache gesungen.